Ab Arcos
de la Frontera fahren wir nordwärts durch die Ebene des Rio Guadalquivier und
lassen Sevilla rechts liegen; dafür besichtigen wir das interessante Solarwärmekraftwerk
nordwestlich von Sanlùcar la Mayor. Hier bündeln viele Spiegel die
Sonnenstrahlen auf eine kleine Fläche eines hohen Turms, wo Wasserdampf erzeugt
und dann in einer Dampfturbine zu elektrischer Energie umgewandelt wird (s.Wikipedia).
Durch grüne, hügelige Landschaft, mit hauptsächlich Viehwirtschaft, erreichen
wir Nerva und Minas de Riotinto mit dem riesigen Kupfertagebau.
In der Sierra de Aracena besuchen wir die sehenswerte Gruta de las Maravillas
(Grotte der Wunder) in Aracena. Bis Salamanca ist die alte Handels- und
Pilgerroute «Via de la Plata» richtungsweisend. Sie führt uns durch Zafra,
Almendralejo, Merida, Cáceres, den Naturpark Monfragüe, Plasencia und Béjar
(ca. 1000müM), wo wir wieder eine dreitägige Schlechtwetterpause (sehr viel
Regen, auch Graupel und kühlen 5…7°C) einlegen. Südlich von Merida werden
wieder vermehrt Wein und Oliven angebaut. Die Stadt Merida ist bekannt für
viele, gut erhaltene römische Bauwerke, für Fahrradwartung* und Paketversand**,
hää??? Auch die schönen Altstädte von Cáceres und Salamanca besichtigen wir.
Ab Salamanca kurbeln wir wieder westwärts in Richtung Portugal. Auch hier gibt
es sehr viel Weideflächen, die mit Steineichen bestanden sind. Die letzte Nacht
vor der Grenze soll uns in Erinnerung bleiben: Nach einem verregneten Tag
schlagen wir unser Nachtlager am Ufer eines kleinen Flusses auf, da wir wieder
mal Schwierigkeiten haben, einen passenden Schlafplatz zu finden. Obwohl die
Wetterprognose keinen weiteren Regen mehr vorhersagt, schüttet es am Abend noch
kräftig. Um 02:30 sehen wir, dass der schon hohe Wasserstand des Flusses um ca.
30 cm gestiegen ist. Wir beschliessen, unser Lager zu räumen und auf den höher
gelegenen Parkplatz des geschlossenen Campingplatzes, direkt neben der Strasse,
zu verlegen. Die Umzugsaktion dauert zwei Stunden. Gute Nacht zum Zweiten!
In Portugal wollen wir dem Fluss Douro bis nach Porto folgen. Im östlichen Teil
verlaufen die Strassen aber nicht im Tal und wir überqueren höhenmeterträchtig Hügel
um Hügel. Auch in Portugal gestaltet sich, für uns, die Suche nach geeigneten
Schlafplätzen oft schwierig. Eines Abends fragen wir deshalb bei dem Weingut
«Quinta de Guimaráes», ob es hier die Möglichkeit zum Zelten gäbe. Wir dürfen
unter dem Vordach der «Casa de Piscina» (Pool-Haus) unser Zelt aufschlagen und
müssen nur ein Entgelt für die warme Dusche zahlen. - Am Tag vor unserer
Ankunft in Porto verlässt uns das schöne Wetter wieder und Katjas Übelkeit
gipfelt in einem ordentlichen «Magen-Reset». Völlig durchnässt und kraftlos
erreichen wir Porto. Dank der wieder einmal sehr schlechten Wettervorhersage
beziehen wir das schöne, zentrale und gut ausgestattete «OPOrto Downtown New Studio».
*Fahrradwartung: muss eben mal sein, warum nicht
in Merida auf dem Campingplatz?
**Paketversand: wir erhalten auf Garantie von Exped eine neue Downmat-
Schlafmatte, die vierte auf dieser Reise, weil dieses Mal Christians Matte nach
knapp einem Jahr schon wieder delaminiert hat. Die defekte Matte müssen wir
zurücksenden.
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Mehrfamilienhaus für Klapper-Piepse
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Auf dem Gelände des Solarwärmekraftwerks gibt's auch Photovoltaikmodule, welche mit Spiegel "angespornt" werden
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Stausee, nördlich von Aznalcóllar
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Im Jahr 2016 wieder aktivierte Kupfermine von Minas de Riotinto
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In der Sierra de Aracena
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In Aracena
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Gruta de...
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...las Maravillas
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Steineichen als Schattenspender für Vieh und Boden
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In dieser Gegend verläuft der Jakobsweg oft auf der Strasse
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Zwischen Aracena und Zafra
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Hier haben wir rechtzeitig gelernt: Bittermandeln sollte man nicht zu viele essen.
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So grosse PV-Anlagen haben wir noch nie gesehen; ca. 1.5 km x 1 km
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Der Aquädukt San Lázaro steht, wie die Motive der folgenden 4 Bilder, in Mérida. |
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Der Acueducto de los Milagros wird von Klapper-Piepsen in Beschlag genommen
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Römische Brücke über den Rio Guadiana
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Das römische Theater steht gleich neben dem Amphi-Theater (im Bild nicht zu sehen)
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In etlichen römischen Wohnhaus-Ruinen sind die Boden-Mosaike noch gut erhalten.
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Die Blumenwiese vor unserem Zelt, vor Caceres
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Viele Kraniche überwintern in Spanien
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Sieht aus wie eine Elster und ist teils blau: die Blauelster. Sie kommt in Europa nur auf der Iberischen Halbinsel vor
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In der Altstadt...
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...von Cáceres
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Im Naturpark Monfragüe...
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...leben auch Mönchsgeier
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Von Plasencia (430müM) führt die Via Verde de la Plata stetig ansteigend nach Bejar (ca. 1000müM)
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In Bejar
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Der Rio Tormes vor Salamanca
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"Ich hätte gerne das Unterste in der Mitte"
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Das Portal zur Kathedrale,...
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...auf der Plaza Mayor...
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...und das Jakobsmuschelhaus in Salamanca
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Friedlicher Protest kurz vor der portugiesischen Grenze
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Einfach schön...
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...wenn da nicht die vielen steilen Höhenmeter wären. Douro-Tal
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Nach Torre de Moncorvo
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Bei Ribalonga |
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Rebberg mit Naturstein-Pfählen
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Im Douro-Tal ist das Terrain für den Weinbau terassiert
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Bahnhof in Pinhão mit schönen Kachel-Bildern
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Camping auf der Quinta de Guimaráes |
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Die Angestellte Fernanda ermöglicht uns den Aufenthalt auf der Quinta
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